Jugendschutz-Beauftragter für Erotik-, BDSM-Projekte

• Nach JMStV in §4 und §5 •

Brauche ich einen Jugendschutz-Beauftragten für meine Erotik-, BDSM-Webseite?

Bieten Sie auf Ihrer Erotik-, BDSM-Webseite entwicklungsbeeinträchtigende oder jugendgefährdende Inhalte an?
Sicher, oder – sonst wären Sie nicht hier gelandet!?

Damit unterliegen Sie nach §7 JMStV einigen formalen Pflichten. Gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag müssen Sie gewährleisten, dass Sie die Kontaktdaten eines Jugendschutzbeauftragten im Impressum angeben. Wir stellen einen solchen, zertifizierten Jugendschutzbeauftragten für den Erotik-, BDSM-Bereich. Dieser ist gleichzeitig Ansprechpartner für die Nutzer Ihres Erotik-, BDSM-Online-Angebots und Berater für Sie als Erotik-, BDSM-Content-Anbieter.

Folgen bei fehlendem Jugendschutz-Beauftragten

Nach § 24 Absatz 1 Nr. 8 JMStV kann gegen den Betreiber einer Webseite ein Ordnungsgeld von bis zu bis zu 500.000 EUR verhängt werden. Dies ist aber sehr unwahrscheinlich. Häufiger sind die möglichen kostenintensiven Abmahnungen von Wettbewerbern, bei nicht vorhandenem Jugendschutzbeauftragten, bei potenziellen jugendgefährdenden Inhalten.

Diese Leistungen erhalten Sie

  • Stellung des Jugendschutzbeauftragten für Ihre Erotik-, BDSM-Webseite

  • Beratung zum Thema Jugendschutz im Bereich Erotik & BDSM

  • Recht auf Nennung & Veröffentlichung unseres Namens als bestellter, zertifizierter Jugendschutzbeauftragter in Ihrem Impressum

  • Ansprechpartner für Ihre Nutzer und Kunden im Internet

Preise

Impressum-Service

60Jährlich
  • 5,-€ / Monat
  • zzgl. 19% USt.
  • Info

Jugendschutz-Beauftragter

60Jährlich
  • 5,-€ / Monat
  • zzgl. 19% USt.
  • Info

I+J Bundle

100Jährlich
  • 8.33,-€ / Monat
  • zzgl. 19% USt.
  • All-In

Gesetzesgrundlagen

Deutschland hat eines der strengsten Jugendschutzgesetze weltweit, geregelt wird das über das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) (Wikipedia).

Verstöße gegen diese Gesetze können empfindliche Sanktionen und Strafen nach sich ziehen.
Kontrolliert wird der Jugendschutz von der Behörde: http://www.jugendschutz.net/.

Ziel des Jugendschutzgesetzes ist es, Kinder und Jugendliche vor potenziellen Gefahren zu schützen und eine altersgerechte Entwicklung ermöglichen. Die bekannten Klassiker der Kinder- und Jugendschutzgesetze sind die Regelungen zum Aufenthalt in der Öffentlichkeit und dem Alkohol- und Tabakkonsum, aber auch Bestimmungen zur Freigabe von Kinofilmen oder Computer-Spielen.

Das Jugendschutzgesetz ist ein Bundesgesetz. Konkrete Regelungen zum Thema Sex und dessen Darstellung und Umgang finden sich im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Dieser soll in Deutschland dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche im Bereich von Rundfunk und Telemedien zu schützen. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag besteht in seiner heutigen Fassung seit 2016.

Unterschied JuSchG & JMStV

Der wichtigste Unterschied zwischen dem Jugendmedienschutz (JMStV) und dem Jugendschutzgesetz (JSchG) ist, dass Medien im Kontext des JMStV keine bestimmende staatliche Altersfreigabe vor Veröffentlichung erhalten. JMStV liegt in der vollständigen Selbstkontrolle der Anbieter. D.h. der Betreiber einer Internetseite ist in der Pflicht sein Angebot gesetzeskonform zu gestalten, er schätzt die Relevanz seiner Inhalte diesbezüglich selbst ein.

Kontrolliert wird das von der Kommission für Jugendmedienschutz, diese Kommission ist die zentrale und bundesweite Aufsichtsstelle für Jugendschutz im privaten Fernsehen sowie im Internet.

Was bedeutet in der Erotik-, BDSM-Branche „jugendgefährdend“?

Grob-anstößige Formulierungen erfüllen den Tatbestand der Entwicklungsbeeinträchtigung von Minderjährigen.

Hier der LINK zur Berliner Liste. Man muss beachten, dass es immer auf den Gesamtzusammenhang ankommt, und die dort genannten Wörter nicht grundsätzlich verboten sind. Sie gelten nur als auffällig, bzw. können problematisch sein.

Werbetexte mit Beschreibungen von eindeutigen sexuellen Handlungen müssen jugendfrei gestaltet werden. Es ist hilfreich nur sehr vagen Umschreibungen zu verwenden, die nur Erwachsene verstehen, von Kindern & Jugendlichen aber nicht als solche erkannt werden.

Man stelle sich den Alltag einer Domina vor, was kann man nicht alles mit seinen Sklaven veranstalten. Wenn so etwas veröffentlich wird, müssen Jugendliche das Geschehen einordnen können. Verboten sind also Satzfragmente und pornografische Kurz-Beschreibungen. Gewünscht ist eine sachliche Beschreibung der Gesamtsituation, und das bitte jugendfrei.

Es ist nicht verboten Preise für sexuelle Dienstleistungen ins Internet zu stellen. Es darf nur kein Zusammenhang zwischen einem bestimmten Service und dem Preis hergestellt werden können.

D.h. z.B. ein Stundenpreis ohne Zuordnung, was alles möglich ist in dieser Stunde, ist erlaubt.

Welches Bildmaterial darf verwendet werden?

Ob ein Bild oder Video jugendfrei ist oder nicht, ist in vielen Anwendungsfällen Auslegungssache.
An der Stelle sei nochmal auf die Berliner Liste (PDF) des Rechtsanwaltes Marco Dörre verwiesen.

NICHT ERLAUBT

  • Sexualverkehr in allen Variationen

  • Den Po, als extreme Einladung, in die Kamera strecken

  • Szenen der Selbstbefriedigung

  • Erregende Darstellungen

  • Darstellung von Genitalien

  • Darstellung von Gewalt, Unterdrückung, Unterwerfung

  • Darstellung von Minderjährigen, ggf. auch Schulmädchen-Look

  • Blut, Fäkalien

ERLAUBT

  • Brüste, inklusive Brustwarzen (Nippel)

  • Latex- oder sonstige Fetischkleidung

  • Fesselbilder, Bodage im Kunst-Look

  • Po – Akt-Fotografie

  • Dessous-Fotos ohne anzügliche Posen

  • Zöpfen und Kniestrüpfen, aber keine minderjährige Darstellung

  • Artikeldarstellung von Sex-Toys (nicht in Verwendung)

  • Bilder in denen der kritische Bereich weg-retuschiert wurde

Hinweis, „Ich bin über 18…“

Man sieht immer wieder im Internet, dass Betreiber vor das Angebot auf Ihrer Erotik-, BDSM-Webseite ein PopUp-Fenster vorschalten, indem der User gefragt wird, ob er denn schon 18 Jahre alt sei. Wird die Frage mit NEIN beantwortet, wird der Inhalt nicht angezeigt.

Das genügt nicht, das ist nicht zulässig, da diese Hürde einfach durch Falscheingabe übergangen werden kann.

Altersprüfung

Leitfaden für Anbieter von Websites

Hier finden Sie den 7-seitigen Leitfaden für Anbieter von Websites zum Thema Jugendschutz. Herausgegeben von der Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH. Er gilt als grobe Orientierung, für weitere Fragen stehen wir Ihnen als Jugendschutzbeauftragter für Ihre Erotik-, BDSM-Projekte zur Verfügung.

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